Freitag, 5. Mai 2017

facebook

Heute mal nicht viel Text.
Lediglich die Info, dass Angst und Anderes jetzt auch auf facebook zu finden ist. Ich habe das Gefühl, dass es dort irgendwie besser läuft.
Würde mich freuen, wenn jemand dort vorbei schaut.

https://www.facebook.com/angstundanderes


Alles Liebe

Mittwoch, 23. November 2016

Bilder zerstören


Ein Grund, warum ich mich manchmal selbst zerstöre… Manchmal liegt der Grund an deinem Umgang mit mir. Ich kann es nicht leiden, wenn andere Menschen mich haben wollen. Ich kann es nicht leiden, wenn sie Dinge in mir sehen, die sie haben wollen oder gern selbst wären. Eine hübsche Freundin, ein Mensch, der frei ist im Denken. Kurz schmeichelt es mir, dann verletzt es mich. Weil die meisten Menschen gar nicht bereit sind, hinter ihr eigenes Bild von mir zu schauen.

Freitag, 2. September 2016

reibungslos

Die Angst hat mich ausgehöhlt. Sie hat mich handlungsunfähig und charakterlos gemacht.

Eigene Bedürfnisse waren nur dann in Ordnung, wenn man damit niemanden verärgern und verlieren könnte. Ich bin so in meine Einzelteile zerfallen, dass ich nicht mehr weiß, wer oder was ich war oder bin.

Ich habe mir eine Liste gemacht mit Dingen, die ich mag. Dinge, die mich ausmachen. Was ich gerne esse, was ich gerne lese, welche Menschen mir gut tun. Das alles ist weg, wenn es mir so geht wie jetzt. Es ist, als hätte ich vorübergehend alles vergessen. Die liste hilft mir, mich daran zu erinnern. Ich schaue mich im Spiegel an und erkenne mich nicht. Da ist nur ein Gesicht von einer Frau, deren Mundwinkel und Augenlider langsam anfangen zu hängen. Gräuliche Haut. Abgebröckelter Eyeliner, trockene Stellen auf den Wangen. Wer ist das? War ich nicht mal hübsch?

Mittwoch, 24. August 2016

Eigene Wege gehen

So simpel könnte es sein. Einfach sein Ding durchziehen. Und wer weiß, vielleicht ist es das sogar und man vergisst es nur immer wieder und verliert sich in alten, festgefahrenen Mustern, die einen wieder zur charakterlosen Hülle lassen und so orientierungslos wie Maisbrei...

Fragezeichen, Schulterzucken, Hmmms.

Was will ich, was kann ich und wer bin ich?
Ich bin mir nicht einmal sicher, ob diese Fragen von Bedeutung sind. Man stellt sie sich so oft, und letztendlich findet man nur selten eine Antwort darauf. Und wenn man sie findet, dann kann man sie schon am nächsten Tag, schon im nächsten Moment wieder verwerfen.

Mittwoch, 20. Juli 2016

Ich bin nicht gefährlich

Aus aktuellem Anlass muss ich mir mal was von der Seele schreiben.

Ich bin schockiert von den jüngsten Terroranschlägen. Eigentlich will ich schon gar keine Nachrichten mehr schauen, aber es erreicht einen ja doch irgendwie. Gerade habe ich einen Bericht über Nizza gesehen. Es hieß, der Attentäter litt an schweren Depressionen.

Ähnlich bei dem Amokflug 2015. Der Pilot litt an Depressionen. Aha. Den hätte man also nicht auf Menschen los lassen dürfen.

Ich leide auch unter Depressionen. Und ich bin wütend und traurig über den Umgang mit Depressionen in den Medien.

Dienstag, 12. Juli 2016

zu viel

Heute gibt es keinen trocken-rationalsachlichen Post. Heute wird's egozentrisch.

Ich mag authentische Menschen. Manchmal denke ich, ich sei authentisch. Dann frage ich mich, ob man mich überhaupt ernst nehmen kann in dem, was ich schreibe, sage und tue. Eben noch bin ich zu Tode betrübt. Fühle mich einsam und hoffnungslos. Im nächsten Moment finde ich mich im Schwimmbad wieder, albernd und planschend mit Freundinnen, zufrieden mit vegetarischem Burger und Potato Wedges abgefüllt. Ich bin traurig. Ich weine. Ich lache, bis die Tränen kommen.

Versteht das irgendwer?

Ich halte mich nicht für besonders intelligent. Ich bin zwar nicht auf den Kopf gefallen, aber würde mich niemals zu den Intellektuellen zählen, zu den Klugen, denen, die schon mehrere Stufen mit dem Denken weiter sind als ich. Aber es reicht aus. Gut bin ich in gar nichts. Ich bin leicht zu berühren, leicht zu langweilen. Leicht zu begeistern, leicht zu verletzen. Ich liebe Bücher, Bilder, Klänge. Aber selbst schreiben, selbst malen, selbst Musik machen, darin bin ich nicht gut. Ich bin Konsument, Sammler, und manchmal schaffe ich es, allein ein Regal aufzubauen.

Dienstag, 28. Juni 2016

Dysfunktionale Selbsteinschätzungen

(Mal wieder ein Post über ein Thema, das in der Skillsgruppe angekratzt wurde. Es bezieht sich hauptsächlich auf Borderline-Patienten, kann aber auch auf andere Menschen zutreffen - wovon ich ausgehe. Wenn ich hier über Borderline-Patienten schreibe, bezieht sich das natürlich nicht auf ALLE. Mir ist bewusst, dass sich die Dinge nicht auf alle Menschen mit Borderline beziehen lassen. Ich denke, das sollte selbstverständlich sein. Denn nichts liegt mir ferner, als alle Menschen mit dieser Diagnose über einen Kamm zu scheren.)


Neben der generalisierten Angststörung gibt es auch eine generalisierte Störung des Selbstwerts. Viele Menschen mit Borderline leiden sehr stark darunter und haben ein besonderes Talent dafür, sich ständig selbst abzuwerten.

Das kann sich auf die eigen Fähigkeiten, das äußerliche Erscheinungsbild, die soziale Rolle oder die moralische Integrität beziehen. Oft heißt es, man sei hässlich, inkompetent, verachtenswert oder dumm. Es konnte empirisch belegt werden, dass diese Wahrnehmung bei Borderlinern viel ausgeprägter ist und häufiger vorkommt als bei gesunden Personen.

Samstag, 11. Juni 2016

Über "Verrückte"

Es ging mir nicht gut. Ich hatte Angst. Ich habe immer Angst, wenn ich mich nicht gut um mich kümmere. Dann läuft alles aus dem Ruder. Dann glaube ich mir selbst nicht mehr.

Mein Therapeut schafft es mit seiner ruhigen und zuversichtlichen Art immer, mich wieder auf die Füße zu stellen. Er lässt mich nicht nur reden. Er redet auch selbst und erzählt mir viel, erklärt Zusammenhänge und gibt mir neuen Input, neue Sichtweisen.

Als ich da saß und mich überhaupt nicht mochte und nicht mehr kannte weil ich völlig in meine Einzelteile zerbröckelt war und mich nicht mehr zusammensetzen konnte, kramte er ein Zitat hervor.

Donnerstag, 9. Juni 2016

An einen Freund

Wo soll man anfangen. Es gäbe so viel zu sagen, und doch gar nichts, weil es wieder nur Worte wären. Viel lieber würde ich dir zeigen, dass es mir leid tut. Aber so wie es ist, geht das nicht. Ich muss Worte benutzen, und sie fehlen mir.

Ich hätte dich so gerne einfach angerufen um dich zu fragen, wie es dir geht. Was du machst. Ich weiß nicht einmal, ob du mir die Wahrheit gesagt hättest. Denn nach der ganzen Geschichte glaube ich manchmal fast, dass ich dich eigentlich niemals gekannt habe. Du hast so viel vor mir verborgen. Vielleicht hast du dich geschämt, vielleicht hast du niemandem so richtig vertraut. Das weiß ich bis heute nicht.

Ich bin aus allen Wolken gefallen, als mir klar wurde, wie verletzlich du bist. Und dann noch ein mal, als du mir schriebst, wie sehr ich dich verletzt habe. Warum konnte ich das vorher nicht sehen? War ich blind oder warst du ein guter Schauspieler? Oder haben wir uns einfach nie wirklich verstanden? Waren nie auf einer Augenhöhe? Ich wäre so gern auch für dich da gewesen. Statt dessen war ich wahrscheinlich in meiner Selbstzerstörung viel zu einnehmend und habe Anderen keinen Raum für ihre eigenen Probleme übrig gelassen.

Sonntag, 5. Juni 2016

Ich möchte aufhören, mich selbst einzuschränken.

Ich möchte aufhören, mich selbst einzuschränken.
Oft fällt das nicht leicht, weil man erst mal die eigenen unnötigen Grenzen als solche erkennen muss, und das war gestern gleich mehrmals der Fall.
Eigentlich ging es wirklich nur um Musik. Und ich musste lachen, als es mir auffiel. Ich war mal wieder abends unter Menschen. Lange Zeit ging das nicht, jetzt genieße ich es, obwohl ich immer noch ohne zu tanzen mit meinem Becher Wasser in der Ecke stehe. Aber das ist okay, ich mag die Musik, die Menschen um mich herum. Das, was bei mir noch vor ein paar Monaten panische Angst verursache hätte, suche ich jetzt.
Die Musik, die gespielt wurde, gefiel mir. Und als mir auffiel, dass es Hip Hop war, erschreckte ich mich kurz. Eigentlich so gar nicht meine Musik. Dann Techno. Gefiel mir auch. Na sowas!!! Was ist auf einmal los mit mir? Und ich stand in der Ecke und musste grinsen, wohlig mit dem großen Zeh wippend...

Freitag, 13. Mai 2016

Als mir niemand helfen wollte

Ich hatte schon länger vor, einen Post über diese Sache zu schreiben. Da ich heute auf twitter durch #wasmanniemalsvergisst mal wieder daran denken musste, schreibe ich endlich darüber.
Es waren zwar mehrere "Sachen", aber heute und in diesem Post geht es nur um einen Vorfall und ganz besonders darum, wie mein Umfeld darauf reagierte.

Achtung, Trigger!

Dienstag, 10. Mai 2016

Weil du mich gesehen hast, als ich unsichtbar war

Ein kleines Dankeschön

Manchmal ist es einfach wichtig, Danke zu sagen.  Ich bin so oft mit mir selbst beschäftigt, mit diesem Blog, mit meinem eigenen chaotischen Wirrwarr. Und zwischen diesem ganzen Wirrwarr sitzt mein Freund und begleitet mich auf meinem Weg. Er kennt mich wie niemand sonst, er erträgt mich bedingungslos und ist mir seit ich ihn kenne die größte Stütze in meinem Leben, die ich mir vorstellen kann. Heute ist es an der Zeit, mich dafür mal zu bedanken. Und zwar genau hier. Denn mal davon abgesehen, dass das hier eigentlich eine ganz private Angelegenheit ist, glaube ich, dass sich einige daran ein Beispiel nehmen können. Wie geht man mit einer Freundin um, die an Angststörungen, Borderline und PTBS leidet? Ihr habt keine Ahnung? Nehmt euch ein Beispiel an meinem wundervollen Freund, denn er weiß es und setzt es täglich auf's Neue um... 

(Achtung, es wird sentimental)


Dienstag, 5. April 2016

Gewalt in Beziehungen

Ich muss mich ein wenig über ein Thema auslassen, dass mich seit einigen Stunden nicht loslässt...
Vorhin war ich in der Skills-Gruppe. Ich gehe sehr gerne dort hin, ich mag die Gruppe sehr und es kommen immer tolle konstruktive Gespräche und Ideen zustande. Eigentlich halten sich immer alle mit persönlichen Geschichten zurück, heute kam es aber doch mal zu einer persönlichen Thematik.
(Achtung, Triggergefahr.)

Donnerstag, 31. März 2016

Tagebuch-Schreiberei 1

Entschuldigt, das hier ist völlig Off-Topic und hat mit dem Blog an sich nichts zu tun. Es sind lediglich Gedanken, die ich zu sortieren versucht habe. Es hat nicht wirklich funktioniert, aber es wollte anscheinend mal raus.

Ich erwarte nicht wirklich, dass das hier gelesen wird, der Text ist sowieso viel zu lang.
(Falls es doch jemand liest... es geht zwischendurch um den Tod meiner liebsten Hundefreundin... das könnte triggern. In dem Fall einfach den Text zwischen den zwei Linien nicht lesen.)



Einfach mal alles aufschreiben, hat sie gesagt. Ist wahrscheinlich gar nicht mal so übel, immerhin tue ich ja sonst wirklich alles, um mich nicht mit mir selbst befassen zu müssen. Obwohl ich spüre, dass das nicht gut ist. Ich fühle mich nicht lebendig, ich habe Lust auf so viele Dinge, ich will mich wieder lebendig fühlen.